top of page

Warum kleine Schritte Großes bewirken

Wenn ich Menschen erzähle, dass ich Ayurveda lebe und weiter gebe, denken viele direkt an eine komplizierte, alltagsfremde Lebensweise.


Inzwischen muss ich darüber schmunzeln.


Weder ich noch die meisten meiner Klienten würden es so beschreiben. Aber bevor ich jetzt lange erzähle, möchte ich dir eine Frage stellen:



Wie lange hat es angehalten, wenn du dein Leben komplett auf den Kopf gestellt hast?



Die meisten großen Veränderungen scheitern nicht am guten Willen.

Sondern daran, dass sie zu groß sind.


Der Ayurveda liebt die kleinen Schritte. Da ist sogar von klugen Menschen die Rede, die immer nur eine abträgliche Gewohnheit ablegen, um eine zuträgliche zu integrieren, und erst dann den nächsten Schritt gehen, wenn sich diese neue Gewohnheit auch wirklich im Leben verankert hat.


Das kann drei Tage dauern, meist eher drei Wochen oder auch drei Monate und länger. Es kommt auf die Gewohnheiten an und oft auch darauf, wie sehr wir die Veränderung spüren können.


Ich lebe seit elf Jahren nach dem Ayurveda und ich nehme immer wieder eine neue Gewohnheit in mein Leben auf, um eine alte loszulassen. Und manchmal gehe ich den gleichen Schritt auch zweimal, weil ich ihn vielleicht wieder hab ziehen lassen.



Vor zwei Monaten zum Beispiel habe ich abends wieder mit einem Einschlafritual angefangen. Ich habe es schlichtweg eine Weile schleifen lassen, weil ich gemerkt habe, dass es inzwischen auch ohne ging. Aber dann spitzte sich der Stress wieder etwas zu und meine Wechseljahre brachten mehr Vata in mein Leben und damit auch mehr Unruhe, im Positiven wie im Negativen.


Also erinnerte ich mich daran, wie gut mir die Kneipp-Güsse (die nicht ayurvedisch sind), die Fußmassage mit Ghee, die Meditation, die Atemübungen oder der entspannende Schlaftrunk vor dem Einschlafen geholfen haben.


Falls du jetzt denkst "Oh je, das dauert ja mindestens eine Stunde.", kann ich dich beruhigen, denn das ist mein ganz persönliches Schatzkistchen zum Einschlafen, aus dem ich mir immer genau das einer heraushole, wonach mir gerade ist. Dauer also 3-10 Minuten. Und zack, ich schlafe wieder durch und wache erholt auf.



Erst vor Kurzem durfte ich eine Klientin dabei begleiten. Sie ließ alte Überzeugungen los und entwickelte ein neues Gefühl für ihren Körper. Sie führte eine kleine Frühstücksgewohnheit ein und nach und nach verloren die Heißhungerattacken ihren festen Platz in ihrem Alltag.



Manchmal ist es ein Duftöl, das wir einsetzen. Etwa Pfefferminze, wenn sich Kopfschmerzen anmelden, oder Lavendel, wenn du schlecht schlafen kannst .


Manchmal reicht schon der Wechsel von kohlensäurehaltigen Getränken zu stillem Wasser, die dafür sorgen, dass der Körper nicht mehr dauerhaft übersäuert wird.


Für ein bewusst verdauungsfreundlich gestaltetes Abendessen braucht es nicht mal komplizierte Rezepte. Ich stehe auch nicht den ganzen Tag in der Küche. Ich lege seit einem Jahr einen Permakultur-Waldgarten an, der im Moment noch viel Pflege benötigt, habe Familie, die mich fordert, Freunde, Klienten und manchmal schreibe ich Newsletter, die ich liebevoll LebensZeilen nenne.


Manchmal weiß ich eine halbe Stunde vorher noch nicht, was wir gleich essen. Wie das Leben halt so ist.


Es gab schon Situationen, da reichte es, eine halbe Stunde eher schlafen zu gehen, um am nächsten Tag erholter aufzuwachen.


Viele meiner Klienten setzen gar nicht alles um, was sie könnten. Ich übrigens nach elf Jahren auch immer noch nicht. Und trotzdem spüren wir, wie das Leben sich positiv verändert. Und das schönste daran ist, es geht ohne Abhängigkeit von einem Produkt.


Es ist so einfach, wenn wir wissen, wo in unserem Leben wir unbewusst etwas genährt haben, das wir gar nicht in unserem Leben haben wollten. Es ist sozusagen eine Art Bewusstwerden, dieser Ayurveda.


Dein Leben ist doch gar nicht so schlecht, wie es ist. Es braucht eben nur diesen einen Blick darauf, was in deinem Leben dein Unwohlsein weiter befeuert, um genau dort anzusetzen. Kein Tabula Rasa.


Und vielleicht geht es dir dann eines Tages wie mir und dir fällt nach ein paar schlechten Nächten ein, dass du da ja noch dieses Schatzkistchen hast. Und dann holst du es raus und schon nach ein paar Tagen spürst du die positive Veränderung.




Vielleicht ist genau das das Schönste an den kleinen Schritten.


  • Irgendwann werden sie selbstverständlich.

  • Sie warten geduldig auf dich.

  • Und wenn das Leben einmal wieder unruhiger wird, musst du nicht von vorne anfangen.

  • Du erinnerst dich einfach daran, was dir schon einmal gut getan hat.



Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann male mir doch bitte das kleine Herz unten rechts mit einem Klick aus. ❤️



Und wenn du dein eigenes Schatzkistchen nach und nach füllen möchtest oder herausfinden willst, welche kleinen Schritte für dich gerade die richtigen sind, dann bist du herzlich eingeladen zu einem der nächsten Events oder einem virtuellen Plausch mit mir bei einem Tee (der grüne Button mit der Teetasse ganz oben rechts).

Kommentare


bottom of page