· 

AyurTaBu #3 - Bedingungslos Loslassen & Verzeihen

Das Wort "Loslassen" begleitet mich seit vielen Jahren. Ich habe schon viel los gelassen. Ängste, Sorgen, Wut, Ärger, Traurigkeit, Enttäuschung, alles was mich belastet. Und auch mit Verzeihen ist es ähnlich. Wir stehen uns damit nur selbst im Weg. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern, sie ist vergangen. Und die Gegenwart können wir nicht genießen, wenn wir sie mit Ängsten, Sorgen, Wut, oder ähnlichem verbringen.

 

Ich war von Anfang an und bin immer noch fasziniert von der Wirkung, die von diesen kleinen Ritualen, die sich jeder nach seinem Geschmack und vielleicht auch nach der Schwere des loszulassenden Gedanken gestalten kann. Manchmal genügt es, sich eine Wolke vorzustellen, die die Emotion oder den Gedanken mitnimmt. Manchmal ist es ein Luftballon, den man aktiv loslassen und ihm zu schauen kann, wie er im Himmel immer kleiner wird. Manchmal werfe ich es in den Rhein oder einen anderen Fluss und lasse es davon tragen. Alles in Gedanken versteht sich. Und manchmal bedarf es tatsächlich eines kleinen Feuers, in das ich die aufgeschriebenen Gefühle werfe und zusehe, wie sie vom Feuer verschlungen und vernichtet werden und mich dabei sogar wärmen.

 

Trotzdem gab es noch ein paar wenige Vorkommnisse in meiner Vergangenheit, die ich nicht loslassen wollte, von denen ich glaubte, jemand anderes müsste aktiv werden. Ja. Mit dem Verstand betrachtet, wäre es schön gewesen, die andere Person hätte es getan, sich entschuldigt oder es wieder gut gemacht, was immer auch passiert ist. Das Loslassen und Verzeihen ist dann vielleicht mit einer Bedingung verknüpft. Aber ganz ehrlich. Die andere Person merkt vielleicht nicht einmal, dass sie uns verletzt hat. Und selbst wenn wir es ihr sagen, kann sie es vielleicht trotzdem nicht verstehen. Es geht aber auch nicht um die andere Person. Es geht einzig allein um Dich und um Dein Leben! Das Einzige, das mir das Festhalten an diesen Themen gebracht hat, war ein neues zusätzliches ungutes Gefühl. 

 

In den letzten Wochen habe ich gelernt, bedingungslos zu verzeihen und loszulassen. Vielleicht ein bißchen so, wie wir Eltern unseren Kindern alles verzeihen. Ich habe sämtliche Bedingungen aufgegeben. Und was soll ich Euch sagen … Alles ist gut! Und noch viel mehr. Denn ich merke auch körperlich, dass mich diese Themen offensichtlich gelähmt haben. Und das ist auch der Punkt, warum ich hier in meinem Blog darüber schreibe. 

 

Wenn wir etwas umsetzen wollen, etwas verändern wollen, etwas transformieren wollen, müssen wir auch gute Bedingungen dafür schaffen. Die Sonne - stärkstes Symbol für Transformation - kann nur eine so schöne Stimmung wie auf dem Bild schaffen, wenn die Wolken genau so und nicht dunkler und dichter sind. Nur wenn die Sonne es schafft, mit ihren Sonnenstrahlen die Erde zu berühren, kann sie den herbstlichen Nebel und vielleicht auch die ein oder andere Wolke auflösen und den Herbst in seinen schönsten Farben leuchten lassen.

 

Wir halten an alten Gewohnheiten oft nur deshalb fest, weil sie uns Sicherheit geben. Eine Sicherheit, die wir in dem Maße gar nicht bräuchten, wenn wir unser Leben durch eine andere Brille betrachten und loslassen, was uns belastet. Und es belastet uns nicht nur seelisch, denn Körper, Geist und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Eine Disharmonie in der Seele bedeutet auch ein Ungleichgewicht für den Körper und den Geist. Seit ich bedingungslos meine bestimmt nicht letzten "Belastungen" losgelassen habe, habe ich viel mehr Energie und Kraft. Die Sonne kommt durch und die Transformation (was auch immer Du ändern möchtest) kann starten.


Also... 


Jemand hat in den letzten Wochen irgendwann mal zu mir gesagt: "Geh Dir doch bitte endlich selbst aus dem Weg!" 


Warte nicht länger darauf, dass sich etwas im Außen ändert. 


... lass los! 

 


Wie geht es Dir mit dem Thema?