AyurTaBu # 1 - Latte Macciato für die Kraft

Aufgekochte, frische Milch mit Ashwagandha und Bala, Zimt, Kardamom, Pippali und Chyavanprash. Und manchmal habe ich noch einen Schluck Kaffee rein geschmuggelt.

 

Was wäre ich in den letzten zwei Jahren so manche Tage ohne diesen Start in den Tag gewesen? Immer wenn mich der Stress mal wieder voll im Griff hatte. Wenn meine Kräfte im Urlaub zu sein schienen … dann hat dieser Mix sie zurück geholt. Und noch heute habe ich sie immer zu Hause. Zu Beginn habe ich 3x täglich die beiden erst genannten Kräuter mit weniger Milch genommen. Warum?

 

Meine ayurvedische Latte Macchiato.

 

Ashvagandha und Bala sind ayurvedische Heilkräuter. 

 

Ashvagandha ist aus ayurvedischer Sicht das beste Mittel bei Stress. 

 

Bala - der Name sagt schon alles: Bala bedeutet Lebenskraft, Immunität.

 

Man nimmt beides gemeinsam oder eines davon mit frischer (nicht-homogenisierter), aufgekochter Kuhmilch zu sich.

 

Kuhmilch ist für den Ayurveda ein sehr wertvolles Nahrungsmittel. Mit ihrem hohen Nährstoffgehalt, hat sie eine nährende, aufbauende, kraft-spendende Wirkung. Aufgrund ihrer Nährstoff-Komplexität sollte sie jedoch nie kalt oder nur aufgeschäumt getrunken und immer für sich alleine verzerrt werden. Also vor allem nicht mit Obst und anderen Proteinen kombinieren. Das Aufkochen macht sie leichter verdaulich. 

 

Die restlichen Gewürze sind in dieser Latte Macchiato vor allem für den Geschmack. Pippali regt jedoch auch den Stoffwechsel an, ohne Pitta zu erhöhen, und ist leicht scharf. Zimt und Kardamom sind ebenfalls meine Gewürze. Man kennt sie aus der Weihnachtsbäckerei. Mehr muss ich zum Thema Glücksgefühl wohl nicht sagen. Kardamom ist eines DER Gewürze, die Pitta zu senken vermögen.

 

Man kann die Milch mit Chyavanprash süßen. Das ist ein Mus aus der Amlafrucht, welcher die ayurvedischen Schriften Heilwirkungen ohne Ende zuschreiben. Chyavanprash wird mit über 80 Kräutern angereichert. Es stärkt das Immunsystem, wirkt lebensverlängernd und nährt alle Gewebe, um nur einige Wirkungen zu nennen. Man sollte sein ganzes Leben lang jeden Tag etwas davon zu sich nehmen, heißt es in den Schriften. 

 

Kaffee wird aus ayurvedischer Sicht nicht empfohlen. Er erhöht Pitta, weshalb ich ihn nur noch mit Kardamom trinke und auch viel weniger und bewusster als früher.

 

Tatsächlich hat heißes Wasser, welches wir im Ayurveda gerne den ganzen Tag trinken, eine ähnlich aufputschende Wirkung und die Latte funktioniert und schmeckt auch hervorragend ohne Kaffee.   

 

Die Verwendung von Kräutern hängt natürlich von der Konstitution und Situation eines jeden Einzelnen ab. Und man sollte indische Kräuter nicht irgendwo erwerben, da sie häufig mit Schwermetallen belastet sind. 


Vielleicht hat diese Latte nicht das Potential zum In-getränk zu werden, wie die Kurkuma-Latte, die es inzwischen vor allem in den Großstädten oft zu kaufen gibt. Ich mag sie trotzdem.



Im nächsten Beitrag wird es um Fasten gehen. Denn damit werde ich meine Herausforderung in ein paar Tagen starten... erst mal wieder entgiften, damit der Körper unbelastet regenerieren kann.